Der Schatz im Wörtersee (Babycontent)
Ich dachte immer, dass Kinder erst mit ungefähr zwei Jahren anfangen zu sprechen. Aber ich muss zugeben, dass ich furchtbar stolz darauf bin, was Linda jetzt schon alles sagen kann – und das ganz ohne Drill oder überdurchschnittlich hohe Wiederholungsraten. Manchmal habe ich sogar den Eindruck, dass sie Wörter, die sie eher zufällig aufschnappt, schneller und lieber lernt als Wörter, die ich ihr beizubringen versuche.
Lindas aktueller W
Anette will Schreinerin werden oder: Warum ein Kobold so beruhigend auf mich wirkt
In meinem nächsten Leben mache ich eine Schreinerlehre. Nix mehr mit Goethe, Brechts früher Lyrik, Two-Step-Flow und Auslautverhärtung. Auch keine Content-Konzepte mehr, keine Exposés, keine Romane und keine Wire Frames. Stattdessen Holz, Hobelspäne und Schwielen an den Händen.
Wobei, wenn ich ehrlich bin, geht’s mir gar nicht so sehr um das Handwerk des Schreiners. Meine Sehnsucht nach Holz rührt eher daher, dass ich in letzter Zeit ständig „Meister Eder und sein Pumuckl“ höre. Beim Arbeiten, beim Abspülen, beim Aufräumen und wenn ich mit meiner Tochter spiele. Der Schreinermeister und sein Kobold beruhigen
Nachtrag zu: Babycontent
In der Entwicklungstabelle für Babys und Kleinkinder steht bei 12-15 Monaten in der Spalte „Soziale Intelligenz“ unter anderem: „Befolgt einfache Anweisungen“.
Dazu folgende kleine Geschichte.
Heute war ich mit Linda bei ihren Großeltern. Opa hatte Geburtstag. Irgendwann am späten Nachmittag, der Kuchen war gegessen und das Spielzeug über das ganze Haus verteilt, befand Linda, dass es Zeit wäre, zu gehen.
Sie krabbelte aus dem Wohnzimmer in die Diele und kam mit einem ihrer Schuhe zurück.
„Was willst du denn mit einem Schuh? Das sind doch immer zwei. Bring mal den zweiten!“ sagte Opa zu Enkelin, und ich
Babycontent
Meine Tochter ist nun 14,5 Monate alt, und allmählich beginnt sie, sich von einem Hamster zu unterscheiden. Was ihre Intelligenz angeht.
Wenn sie gewickelt werden will, krabbelt sie in Windeseile, laut „kaka“ flüsternd (nein, laut flüstern ist kein Paradoxon für Kleinkinder), ins Schlafzimmer zur Wickelkommode, sich dabei ab und zu umsehend, ob man ihr auch folgt. Mit diesem Ritual lässt sie sich gerne wickeln. Ansonsten gibt’s Theater. Sie bestimmt also selbst, wann die Windel gewechselt werden soll und wann nicht.
Sie kann deutlich und richtig zugeordnet „Ball“ sagen und „Stein“, „Mama“ und „P
Seifenblasenmomente oder: Glück ist platzbar
Traurigkeitsbegabt sei ich, schrieb mir mal Freund M. Ein Wort, das mir sehr gefällt und in dem ich mich wiederfinde, das ich als warmen Mantel benutzen kann, wenn es schneit oder als Sonnenschutz, wenn es heiß ist. Traurigkeitsbegabt, das klingt schön. Und fast schon wieder positiv.
Die Kehrseite davon ist glücksunbegabt.
Nicht, dass ich kein Glück empfinden könnte. Oh doch. Und wie. Ich wei